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Wasserstand Zwenkauer See:

Wasserstand derzeit um die 112,50 m ü.NHN bis Fertigstellung der Harth-Schleuse und des Harth-Kanals.

Endwasserstand nach Fertigstellung (ca.2020-22): 113,5 m ü.NHN

 
 
 


Hafen Zwenkau
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Zwenkauer See
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Fotogalerie Zwenkau
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Bedeutende Persönlichkeiten

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Bedeutende Persönlichkeiten
Luz Long (Dr. jur. Carl Ludwig Long)
Robert Max Sauerstein
Walter Martin
Georg Gustav Schwarz
Gustav Oswald Ahnert
Wortmann und Knorr
Weitere verdiente Bürger
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Adolf Ferdinand Weinhold

Adolf Ferdinand Weinhold (1841-1917), hatte bereits im Jahre 1873  ein Vakuum-Doppelmantelgefäß beschrieben, gilt als der eigentliche Erfinder der heutigen Thermosflasche. Da damals die nach ihm benannte "Weinholdsche Flasche" nicht patentrechtlich geschützt war, konnte der schottische Physiker und Chemiker Sir James Dewar (1842-1923) mit seiner im Jahre 1890 durch Verspiegelung der Innenwand verbesserten Version in den Ruf gelangen, der Erfinder des "Thermosgefäßes" zu sein. A. F. Weinhold hat sich aber auch um die technische Fach- und Hochschulausbildung, die Industrialisierung Sachsens, um die Durchsetzung des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts große Verdienste erworben (er gilt als "Altmeister der Experimentalphysik" und "Nestor der Elektrotechnik").

In der Stadt Zwenkau wurde gegenüber des Marktensembles mit dem Rathaus, der Laurentiuskirche und dem Historischen Ratskeller Wohn- und Geschäftskomplex nach ihm benannt. In der 1997 eingeweihten „Weinhold-Arkade“ erinnert eine Gedenktafel an dem Gebäudekomplex an ihn.

 

 


 

Luz Long (Dr. jur. Carl Ludwig Long)
Deutschlands bester Weitspringer der 30er Jahre
war 1938 – 1940 in Zwenkau tätig –

·  geb. 27.04.1913 in Leipzig
·  gefallen 14.07.1943 bei St. Pietro / Sizilien
Vater:   Carl Herrmann Long, Besitzer der Leipziger “Schwanen-Apotheke“
Mutter: Johanna Long, geb. Hesse
4 Geschwister
Besuch einer Privatschule bis zur 4.Klasse
Schüler der Nikolaischule ab zur 5. Klasse
Gymnasium / Abitur
Studium an der juristischen Fakultät der Universität Leipzig / Staatsexamen
Mitglied des “Leipziger Sportclubs 1901 e. V.“ (LSC) / Trainer Georg Richter (Sprung- und Laufdisziplinen) / Beteiligung an Wettkämpfen im Weit-, Hoch- und Dreisprung, 200-Meter-Lauf und Zehnkampf / Jugendmeistertitel im Weit- und Dreisprung
Ab Sommer 1938 als Studien-Referendar am Zwenkauer Amtsgericht tätig / wohnhaft im Haus Margraf in der Zwenkauer Ahnertstraße 30 (heute Arthur-Mahler-Str. 30)
1939 Promotion zum Dr. jur.
1940 in Hamburg / später Heirat mit Gisela Behrens
Mitglied des Hamburger Leichtathletikvereins St. Georg
13.11.1941 Geburt des Sohnes Kai
Militärdienst / Kriegseinsatz
Gefallen am 14.07.1943 bei der amerikanischen Invasion in Sizilien / beigesetzt auf dem deutschen Ehrenteil des amerikanischen Militärfriedhofs von Gela (Provinz Caltanissetta)

Ehrungen
1936 Ehrenmitglied des LSC
1956 Luz-Long-Gedenksportfest in Leipzig und Stiftung des Luz-Long-Gedenkpokals für den besten Weitspringer
Longs Popularität beruhte – neben seinen herausragenden sportlichen Leistungen – auf seiner Fairness und der für alle Welt offenkundigen Wertschätzung des farbigen US-Amerikaners Jesse Owens, mit der er sich über die zur Staatsdoktrin erhobenen nazistischen Rassenvorurteile in Hitlerdeutschland hinwegsetzte.

Sportliche Erfolge
1933, 1934, 1936, 1937, 1938, 1939 Deutscher Meister im Weitsprung
1941 Deutscher Mannschaftsmeister
1941, 1942 Zweite Plätze bei den Deutschen Meisterschaften
1934 Sieger bei den deutschen Kampfspielen
Deutsche Rekorde im Weitsprung 1933 (7,65 m) und 1936 (7,81 m)
Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 1934 in Turin und 1938 in Paris
Europarekorde 1936 (7,82 m) und 1937 (7,90 m)  
Die Bestleistung vom 01.08.1937 hatte als Europarekord bis 1956 und als deutscher Rekord bis 1960 Bestand!
Olympischer Silbermedaillengewinn 1936 in Berlin (7,87 m) hinter dem farbigen Amerikaner Jesse Owens als Höhepunkt seiner sportlichen Laufbahn
Studentenweltmeister 1937 in Paris (7,68 m)
Sieger beim Deutschen Sportfest Breslau 1938

Quelle: Dr. Gerlinde Rohr (Sportmuseum Leipzig) / Dietrich Wünschmann (Stadtchronik Zwenkau)

 


 

Robert  Max Sauerstein
(1896-1984) Zwenkauer Maler und Grafiker, Schöpfer zahlreicher Ortsansichten

Biographie:
Geboren am 29.07.1896 in Zwenkau
Gestorben am 07.07.1984 in Birkenhof Grinau
•    Kindheit und Schulzeit in Zwenkau
•    Kartograph am Bibliographischen Institut Leipzig (Landkartenzeichner für Lexika)
•    Kurzzeitig Flieger und Infanterist im 1. Weltkrieg
•    Mehrjährige Tätigkeit an der Akademie für bildende Künste in Leipzig
•    Zwei Jahre in Mailand in der Reklamebranche wirksam
•    Nach Tod der Mutter ab 1928 wieder in Zwenkau, mit seiner dänischen Frau Elly, geb. Lauridsen, wohnhaft im Elternhaus, Bahnhofstraße 70
•    1928 Geburt der Tochter Annemarie
•    1940 Geburt des Sohnes Hellmut
•    Tätigkeit als Maler und Grafiker, vor allem Motive in und um Zwenkau
•    Mit seiner Frau in jungen Jahren Tennissport
•    Seit Anfang der 30er Jahre Beschäftigung mit Segelfliegen, Flugmodellbau, Archäologie, Naturbeobachtungen und Tennissport
•    1946 Tod seiner Frau
•    1948 Kinder wurden von den Großeltern Lauridsen (Dänemark) adoptiert
•    1984 im Alter von 88 Jahren im Altersheim Birkenhof Grinau (Schleswig-Holstein) verstorben
•    Veröffentlichungen: Postkarten-Kalender (1994), Broschüre "Zwenkauer Heimatblatt" Nr. 6 (2000), Buch „R. Max Sauerstein – Maler und Grafiker in Zwenkau“ (2009)
•    Ehrungen: Straßenwidmung  Max-Sauerstein-Straße (1996 aus Anlass des 100. Geburtstages)
•    Ausstellungen: vor 2.Weltkrieg mehrere Ausstellungen, unter anderem in Leipzig; 1993 Gedenkausstellung der Stadtverwaltung und des Heimat- und Museumsvereins Zwenkau im Ratssaal des Rathauses mit knapp 900 Besuchern


 

Walter Martin
Mitglied der Leichtathletikabteilung des Zwenkauer VfB / Deutscher Meister im Hürdenlauf

 



Georg Gustav Schwarz
(1896-1945) Geboren und aufgewachsen in Zwenkau / Landtagsabgeordneter der KPD und Leiter des KPD-Unterbezirks / als entschiedener Kämpfer gegen die Nazidiktatur nach 1933 verfolgt und im Januar 1945 in Dresden hingerichtet

 


 

Gustav Oswald Ahnert
(1843-1920) 1873-1911 Bürgermeister / Landtagsabgeordneter und Kommunalpolitiker konservativer Prägung, der maßgeblich die kleinstädtische Entwicklung Zwenkaus förderte / Ehrenbürger der Stadt / 2000 Benennung des Rathausbereiches mit Straßenbezeichnung: Bürgermeister-Ahnert-Platz 1

 

 

 



Dr. med. Wilhelm Wortmann
(Chirurg und ärztlicher Leiter des Krankenhauses, Obermedizinalrat) und

 

Pfarrer Ernst Wilhelm Knorr
(evangelischer Pfarrer) verhinderten am 17. April 1945 unter Einsatz ihres Lebens durch die kampflose Übergabe der Stadt an die Amerikaner weitere Zerstörungen und sinnlose Opfer unter der Bevölkerung

 



Bürger und Heimatfreunde, die sich um kulturelle Entwicklung der Stadt verdient gemacht haben, wie

der Architekt, Archäologe, Heimatforscher und Museumsleiter Curt Germer (1892-1964),

der Arzt und Heimatforscher Dr. med. Karl Walter Rudolf Mörbitz (1882-1937),

der Regionalhistoriker und Lehrer Oskar Hüttig (um 1895/1900 in Zwenkau),

der Pfarrer und Erforscher der Zwenkauer Kirchengeschichte Johannes Mosen (1827-1930),

die Stadtchronisten Dr. Kurt Beyer (1901-1956) und Helmut F. W. Schmidt (1914-1989).

Noch viele Weitere verdienten es, hier namentlich genannt zu werden, die sie sich mit aller zur Verfügung stehenden Kraft, mit ihrem Wissen und Können für das Wohl der Stadt einsetzten. 

Quelle: Dietrich Wünschmann (Stadtchronik)